Gruss der Gemeindekoordination – Februar 2026

Liebe Gemeindemitglieder

Der Februar ist für viele von uns ein Zwischenmonat. Nicht mehr ganz Winter, noch nicht wirklich Frühling. Die Tage werden langsam heller, oft fast unmerklich – und doch verändert sich etwas. Vielleicht ist es genau diese leise Bewegung, die diesen Monat prägt: kein Stillstand, aber auch kein Drängen.

Wenn wir auf unsere Kirchgemeinde blicken, erleben wir vieles genau in diesem Dazwischen. Kirche entsteht nicht nur in grossen Momenten, sondern vor allem in Begegnungen, Gesprächen und gemeinsam verbrachter Zeit. Dort, wo Menschen sich einbringen – mit Ideen, mit Musik, mit Fragen, mit Glauben. Und dort, wo Raum bleibt füreinander.

In unterschiedlichen Situationen wird uns immer wieder bewusst, wie wertvoll Gemeinschaft ist. Nicht als etwas Selbstverständliches, sondern als etwas, das immer wieder neu wächst. Gemeinschaft bedeutet nicht, dass alles einfach ist oder dass wir immer gleicher Meinung sind. Sie lebt davon, dass wir uns begegnen, zuhören und miteinander unterwegs bleiben.

Gerade in einer Zeit, in der vieles schneller, lauter und eindeutiger werden soll, empfinden wir es als Geschenk, dass Kirche ein Ort sein darf, an dem Fragen Platz haben. Ein Ort, an dem niemand fertig sein muss. An den Menschen kommen dürfen, wie sie sind – mit Zuversicht oder Zweifel, mit Freude oder Müdigkeit.

Diese Ausgabe möchte Einblick geben, was im Leben unserer Gemeinde vor uns liegt. Sie macht sichtbar, was uns bewegt und verbindet: Engagement, Vorbereitung und das oft stille Mittragen vieler Menschen. Sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen – auf das, was da ist, und auf das, was wachsen möchte. Mit Blick nach vorne spüren wir Vorfreude und Respekt zugleich. Vorfreude auf Begegnungen und gemeinsames Gestalten. Respekt vor der Aufgabe, Kirche in unserer Zeit lebendig zu halten – offen, einladend und menschlich.

Vielleicht ist dieser Februar eine gute Gelegenheit, kurz innezuhalten und sich neu auszurichten. Wahrzunehmen, was trägt. Dankbar zu sein für das, was bereits da ist. Und offen zu bleiben für das, was noch kommt.

Wir wünschen Ihnen und euch einen Monat, der Raum lässt – für Licht, für Begegnung und für das Vertrauen, dass wir nicht allein unterwegs sind.

Ihre Ulrike Teigeler und Silvia Meier

Veröffentlicht in Editorial Boni-Nachrichten.