der Oktober zeigt uns den Herbst in seiner ganzen Vielfalt: Die Natur zieht ihr buntes Kleid an, Früchte und Trauben werden geerntet, und die Tage beginnen, kürzer zu werden. Es ist eine Zeit, die uns auf besondere Weise zum Innehalten einlädt.
Der Schriftsteller Albert Schweitzer hat einmal gesagt: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“. Gerade im Herbst, wenn wir für das Eingebrachte und Gewachsene danken, spüren wir: Freude und Dankbarkeit werden größer, wenn wir sie miteinander teilen. So wie wir im Erntedankfest die Gaben vor Gott bringen, sind wir auch als Gemeinde eingeladen, einander das weiterzugeben, was unser Herz erfüllt– Hoffnung, Trost, Freundschaft und Vertrauen.
Vielleicht fordert uns der Herbst auch heraus, loszulassen– so wie die Blätter fallen, dürfen auch wir Altes abgeben und Neues wagen. Wir alle kennen solche Momente: Dinge, die uns beschäftigen oder belasten, loszulassen und Gott anzuvertrauen, kann befreiend sein. Gleichzeitig dürfen wir die Fülle des Lebens annehmen, die uns geschenkt ist.
Als Gemeinde sind wir unterwegs miteinander und mit Gott– im Feiern, im Beten, im Singen, im stillen Zuhören und auch im praktischen Anpacken. Diese Verbundenheit macht Mut, wenn die Tage dunkler werden. Denn wir dürfen uns gewiss sein: Gottes Hand hält uns in allen Wandlungen des Lebens, und sein Licht begleitet uns, auch wenn es äußerlich dunkler wird.
Möge dieser Monat Oktober für uns alle ein Monat der Dankbarkeit, des Teilens und der Hoffnung sein. Lassen wir uns von der bunten Vielfalt der Natur inspirieren und entdecken wir die Spuren Gottes mitten in unserem Alltag.
Wir wünschen Ihnen von Herzen einen gesegneten Oktober– voller guter Begegnungen, stiller Momente der Dankbarkeit und der Zuversicht, dass Gott mit uns geht.
Mit herzlichen Segensgrüssen
Ulrike Teigeler und Silvia Meier
