Frieden– dieses Wort begleitet uns täglich in den Nachrichten, in Gesprächen und in unseren Gebeten. Und doch bleibt es ein fragiles Gut. Wir merken, wie kostbar er ist, wenn er fehlt. Wir spüren, wie zerbrechlich er ist, wenn Gewalt, Misstrauen und Spaltung Raum gewinnen.
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Er wächst dort, wo Menschen einander mit Respekt begegnen, wo Vertrauen und Versöhnung möglich werden, wo wir uns für Gerechtigkeit einsetzen. Frieden hat also mit unserem eigenen Leben zu tun– mit der Art, wie wir Beziehungen gestalten, wie wir Konflikte austragen, wie wir Verantwortung übernehmen.
Das Evangelium erinnert uns daran: Frieden ist nicht allein unser Werk. Er ist Geschenk Gottes, der uns zusagt: „Meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,27). Wer sich diesem Frieden öffnet, findet Kraft, selbst Schritte zu wagen– Schritte der Versöhnung, des Zuhörens, der Geduld.
Gerade in unserer Zeit, in der Unruhe, Unsicherheit und Gewalt so präsent sind, wollen wir uns neu fragen: Wie können wir im Kleinen anfangen, Frieden zu leben? Wie können wir Friedensstifterinnen und Friedensstifter sein– in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde?
Möge dieser September uns dazu ermutigen, Frieden nicht nur zu ersehnen, sondern ihn im Vertrauen auf Gott zu suchen und zu gestalten.
Mir herzlichen Segensgrüssen in den September
Ulrike Teigeler und Silvia Meier
