Editorial November 2018

Liebe Gemeindemitglieder,

Novembererfahrungen – dazu gehört auch der Geruch von Laub, das im immer dichter werdenden Nebel verwelkt. Dazu gehört der Novemberregen, der nicht aufhören will. Aber da sind auch immer wieder sonnige Tage, an denen die noch hängengebliebenen Blätter an den Bäumen nochmals aufleuchten.

Der November gilt als der traurigste Monat des Jahres. Zeit des Abschieds und in jedem Abschied liegt eine leise Wehmut oder auch ein grosser Schmerz: Man muss sich trennen. Zeit des Abschieds vom warmen Sommer. Draussen wird es grau, nass und kalt.

Und drinnen sieht es oft nicht anders aus. Trübe Stimmungen machen sich breit, niederdrückende Gedanken an Verluste und Versäumnisse, an Trennung und Tod.
Abschied ist aber nur die eine Seite, die andere ist Aufbruch: Wir müssen fortgehen, um heimzukommen; weggeben, um zu gewinnen; loslassen, um Halt zu gewinnen.

Es gibt auch jetzt noch sonnige Tage, an denen die noch hängenden Blätter wunderbar leuchten. Die Tage haben jetzt ein eigenes Licht. In uns ist etwas, was dem Schicksal trotzt, das Licht, das in die Dunkelheit leuchtet, - das ist auch das innere Motiv dieses Monats. Wenn am Fest des heiligen Martin die Kinder die Nacht mit ihren Laternen erleuchten, dann kann das uns sagen: Es geht darum, auch in diesen Wochen das innere Licht nicht zu vergessen.

Mit herzlichen Segensgrüssen im Unterwegssein im Monat November

Ihre Silvia Meier, Gemeindeleiterin

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